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Alles Bestens - Szenenfoto


Film des Monats - März 2001

Alles Bestens (Wir verschwinden)

Tout va bien (on s’en va)

Regie & Buch: Claude Mourièras; Kamera: William Lubtchansky; mit Miou-Miou, Sandrine Kiberlain, Natacha Régnier, Michel Piccoli
Frankreich 2000 OmU / 95 Min.


Die jüngste Arbeit des 47-jährigen, hier zu Lande eher unbekannten französischen Regisseurs Claude Mourièras, ALLES BESTENS (WIR VERSCHWINDEN) ist ein zutiefst melancholisches Porträt der Beziehung dreier Schwestern untereinander und zu ihrem unverhofft auftauchenden Vater. Ein Film über Generationen und vor allem über das Verzeihenkönnen — anrührend inszeniert und gespielt. Alle drei leben sie in Lyon, die Schwestern Laure, Béatrice und Claire. Laure, die Älteste, betreibt die elterliche Tanzschule und hat eine kleine Tochter, Marion. Béatrice arbeitet als erfolgreiche Geschäftsfrau, reagiert oft ziemlich zickig und unausstehlich. Nesthäkchen Claires große Passion dagegen ist das Klavier, ihr Studium finanziert Béatrice. Abhängigkeiten bestehen unter den dreien, nicht nur finanzielle. Diese Konflikte brechen auf, als urplötzlich Louis vor Claires Tür steht. Louis ist der Vater der drei Schwestern, den sie zuletzt vor etwa 15 Jahren gesehen haben. Ihre Mutter ist schon lange tot. Alte Wunden reißen auf, Reibungen entstehen, die Welt der drei ungleichen Frauen scheint zunehmend aus dem Gleichgewicht zu geraten. Zumal Louis beginnt, Dinge zu vergessen, sich keine Namen und Adressen mehr merken kann, Menschen nicht mehr erkennt. Die Situation spitzt sich zu.

ALLES BESTENS (WIR VERSCHWINDEN) ist ein stiller Film, voller Momente des Innehaltens, ein Film über Vergangenheitsbewältigung, über den Umgang mit Trauer, mit verschiedenen Formen von Abschied auch. Ein sehr melancholischer, wehmütiger Film, der nahe geht. Regisseur und Autor Claude Mouriéras hat eine namhafte Besetzung für sein Familien-Drama gefunden, und wie Michel Piccoli den langsamen Zerfall eines älteren Menschen interpretiert und die drei Darstellerinnen Miou-Miou, Kiberlain und Régnier den unterschiedlichen Umgang mit der Wiederbegegnung des so gehassten Vaters, das ist dichtes, intensives Schauspieler-Kino par excellence, äußerst einfühlsam geführt und wahrhaftig in seiner Aussage.

Do., 15.3., 20.00 / Fr., 16.3., 22.00 / Sa., 17.3., 20.15 / So., 18.3., 18.00 / Di, 20.3., 20.00 / Mi., 21.3., 22.00

In Zusammenarbeit mit Institut Français Freiburg und VHS der Stadt Freiburg im Rahmen von Le mois du français



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Zuletzt bearbeitet am 25.02.2001 © aptum 1997/98 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de