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Kommunales Kino erneut preisgekrönt

Wir freuen uns, dass das Kommunale Kino auch dieses Jahr mit dem Kinopreis des Deutschen Kinematheksverbundes ausgezeichnet wurde.

 Die Jury begründete die Auszeichnung in der Kategorie III,

Kommunales und soziales Engagement vor Ort

1. Preis: Kino 8 ½, Saarbrücken

2. Preis: Kommunales Kino Pforzheim, Pforzheim

3. Preis: Kommunales Kino „Alter Wiehrebahnhof“, Freiburg

 für das Koki wie folgt:

 3. Preis: Kommunales Kino Freiburg, Freiburg

Das Kommunale Kino Freiburg sieht eine wesentliche Aufgabe seiner kulturellen Tätigkeit in der Erfüllung eines gesellschaftlichen Auftrags. Es geht um das Aufgreifen und Diskutieren brisanter, umstrittener oder tabuisierter Themen und deren filmische Widerspiegelung und Umsetzung. Das kommunale Kino soll eine Begegnungsstätte sein für Besucher und gesellschaftliche Gruppierungen, deren Interessen und Bedürfnisse im kommerziellen Kino nicht befriedigt werden können.

Kooperationen mit lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen und Initiativen sind ein wesentlicher Baustein für die Programmgestaltung. 82 Kooperationen allein im Jahr 2012 sind Ausdruck der intensiven und langjährigen Kontaktpflege mit den verschiedensten Institutionen. Reihen wie „Dein Land ist mein Land. Generation Gastarbeiter“ oder das Projekt „Deutscher Kolonialismus – Vergangenheit und Gegenwart“ sind gelungene Beispiele hierfür. Letzteres Projekt begleitete die Ausstellung FREIBURG UND DIE DEUTSCHE KOLONIALGESCHICHTE IN AFRIKA mit Filmen und Vorträgen. Abgesehen vom großen

Zuschauerzuspruch war die Veranstaltung auch ein politischer Erfolg, mündete sie doch in einem interfraktionellen Antrag, dass sich die Stadt Freiburg mit ihrer Kolonialgeschichte auseinandersetzen möge. Dies Beispiel zeigt exemplarisch, wie kommunale Kinoarbeit auch aktiv und ganz konkret das lokale Geschehen befruchten kann.

Der Kinopreis des Kinemathekenverbundes wird gewöhnlicherweise jedes Jahr im Juni vom Kinemathekenverbund im Auftrag des BKM an die kommunalen und nichtgewerblichen Kinos vergeben.

2013 fand die Verleihung des 14. Kinopreises des Kinematheksverbundes jedoch erst am Freitag, dem 13. September 2013, im feierlichen Rahmen innerhalb des zweitägigen Kolloquiums der Deutschen Kinemathek im Filmhaus am Potsdamer Platz in Berlin statt. Der Preis wurde nach den 2012 erneuerten Kriterien vergeben.

In vier Kategorien wurden jeweils drei Preise vergeben, die das filmkulturelle Engagement der Kinos und ihre inhaltliche Auseinandersetzung mit der Filmgeschichte stärker hervorheben als die bis 2011 verwendete Einteilung nach Gemeindegrößen: Vermittlung deutscher und internationaler Filmgeschichte, Angebote für Kinder und Jugendliche, kommunales und soziales Engagement des Kinos vor Ort sowie Konzepte zur Programmgestaltung.

Zwölf Kommunale Kinos werden so für ihre herausragende Programmarbeit prämiert; zugleich wird ihr kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur in Deutschland gewürdigt.

Seit 2012 wird der bisherige Sonderpreis in einen Sonderfond für kleine Kinoinitiativen umgewidmet, die mangels struktureller und finanzieller Ressourcen nicht dieselbe Programmarbeit wie herkömmliche Kommunale Kinos leisten können und dennoch eine verdienstvolle und sozial relevante filmkulturelle Arbeit leisten.

Preise der Kategorien I bis IV

1. Preis je 3.000 Euro

2. Preis je 2.000 Euro

3. Preis Sachpreis

Der Sachpreis beinhaltet ein Jahresfreiabonnement der renommierten Film-Zeitschrift Revolver“ sowie insgesamt drei Ausleihen zu Sonderkonditionen aus den Filmarchiven des Bundesarchivs, des Deutschen Filminstituts (DIF) und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.
WDW , 15.09.2013
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