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MITTWOCHSKINO – UNTER NULL: ARCTICADiese Filmreihe führt Sie in die nördlichsten Regionen unserer Erde – nach Sibirien, Grönland, in den Kanadischen Norden und ins ewige Eis des Nordpols. Die Schönheit der schneebedeckten Landschaften und das unendliche, bis an den Horizont reichende Weiß haben Spiel- und Dokumentarfilmemacher ebenso inspiriert wie das Leben in dieser extremen Klimazone. Zum Auftakt zeigen wir einen Meilenstein des frühen Dokumentarfilms: NANOOK OF THE NORTH von Robert Flaherty, einen der ersten ethnographischen Filme, der zu einem internationalen Publikumserfolg wurde. Flaherty begleitete 1922 den Alltag des Inuit Nanook mit seiner Kamera, vom Iglubau bis zur Walrossjagd. Ebenfalls ein internationaler Erfolg wurde in den 60er Jahren die NETSILIK ESKIMO FILM SERIES des Anthropologen Asen Balikci. In atmosphärisch dichten Bildern von beeindruckender Intensität rekonstruiert Balikci das traditionelle Leben der Netsilik Inuit in der kanadischen Arktis. Aus der Gegenwart stammen die von Inuit- bzw. Nenet-Regisseuren gedrehten Spielfilme ATANARJUAT und SIEBEN LIEDER AUS DER TUNDRA. Beide legen aus der Innenperspektive ein faszinierendes Zeugnis ab vom Leben in den eisigen Welten des Hohen Nordens. Aufregende Abenteuer und coole HeldInnen dürfen bei dieser Reihe nicht fehlen: Die Expeditionsfilme S.O.S EISBERG und DER FLUG DES ADLERS zeigen die Arktis von ihrer gefährlichen Seite. Ziehen Sie sich warm an!
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NANOOK, DER ESKIMO · NETSILIK ESKIMO FILM SERIES · SIEBEN LIEDER AUS DER TUNDRA · ATANARJUAT – DIE LEGENDE VOM SCHNELLEN LÄUFER · MINIK Außerhalb des Mittwochskino: |
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STUMMFILMNANOOK, DER ESKIMONANOOK OF THE NORTH |
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| USA 1922 | deutsche Zwischentitel | 65 Min. | Robert J. Flaherty | Der polare Klassiker über das Leben des kanadischen Inuit Nanook und seiner Familie in arktischer Kälte. Robert Flaherty verbrachte Monate bei den Eskimos in Nordkanada, bevor er diesen Film drehte. Er schildert das Leben Nanooks und seiner Familie im Alltag, beim Kampf gegen die Kälte und der Nahrungsbeschaffung, aber auch auf einer gefährlichen und seltenen Walrossjagd. Bereits in den 20er Jahren war Flahertys Film ein Riesenerfolg beim internationalen Publikum, das ihn als einen persönlichen, feinfühligen und ungewöhnlichen schönen Film empfand. Flahertys dynamische Kamera und sensible Beobachtungsgabe revolutionierten damals den Dokumentarfilm. »Ein Bilderbogen, der noch nach Jahrzehnten durch seine unsentimentale Frische besticht. Nanook und seine Familie werden nicht als geworfene Helden in feindlichen Eiswüsten präsentiert, sondern als geschickt arbeitende Überlebenskünstler.« (Der Spiegel, 1988) | Mi 04.01., 19.30 am Klavier Günter A. Buchwald | So 08.01., 19.30 am Klavier Barbara Lenz |
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NETSILIK ESKIMO FILM SERIESRegie: Quentin Brown | Wissenschaftliche Beratung: Diese Filme zeigen die Lebensrealität des traditionellen Inuit-Lebens – vor der europäischen Akkulturation. Diese Netsilik Inuits aus der Pelly Bay-Region in der kanadischen Arktis hatten lange Zeit fern von anderen Menschen gelebt und waren gänzlich abhängig vom Land und ihrem originären Einfallsreichtum, um zu überleben in den Härten des arktischen Jahres. Die Filmaufnahmen entstanden 1963 und 1964, jeweils im Sommer, sowie 1965 im späten Winter: unter der ethnografischen Leitung von Dr. Asen Balikci von der Universität Montréal, assistiert von Guy Mary-Rousseliere, O.M.I., zwei Anthropologen mit beachtlicher Arktis-Erfahrung. Erforderlich war ein Minimum an kultureller Rekonstruktion beim Filmen; die Netsilik-Familien waren ohne Weiteres bereit, erneut in den früheren Lebensformen zu leben, und zeigten eine beachtliche Fähigkeit, jene Lebensformen zu erinnern und darzustellen. Heute gilt die Netsilik-Serie als eine der bekanntesten Dokumente über die Inuit. |
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AT THE WINTER SEA ICE CAMPTeil 1 | OmeU | 36 Min. Im späten Winter, bei harter Kälte, freuen sich die Menschen und Hunde, den Treck zu beenden und ein Lager aufzuschlagen. In der blauen Dämmerung sondieren die Männer den Schnee, dann stellen sie Wandblöcke her, während die Frauen einen Lagerplatz freischaufeln. Bald sind alle unter einer schützenden Decke; und im schwankenden Licht der Steinlampe schlafen sie; die Atemluft steigt kalt auf. AT THE WINTER SEA ICE CAMPTeil 2 | OmeU | 36 Min. Am Morgen legen die Frauen die Felle auf den Iglus aus, um sie zu lüften. Die Kinder spielen, indem sie einen Fellball mit einem knöchernen Schläger hauen. Die Männer warten geduldig auf Robben-Zeichen, und die Frauen spielen mit den Babys, nähen, reparieren die Iglus, stillen; eine alte Frau wiegt sich beim Singen. Eine Frau zeigt einem älteren Mädchen, wie Fell zu Kleidung zugeschnitten wird. Dann kommen die Robben an... AT THE WINTER SEA ICE CAMPTeil 3 | OmeU | 30 Min. Die Arbeit an einem großen Gemeinschaftsiglu beginnt, und alle beteiligen sich an den Bauarbeiten; Frauen türmen Schnee auf das Iglu: Schaufel für Schaufel schleudern sie ihn hoch. | Fr 06.01., 19.30 mit Einführung von Dr. Barbara Lüem | Di 10.01., 21.30 | Mi 18.01., 19.30 |
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SIEBEN LIEDER AUS DER TUNDRASEITSEMAN LAULUA TUNDRALTARegie und Buch: Anastasia Lapsui | Kamera: Johannes Lehmuskallio | Schnitt: Markku Lehmuskallio |
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Dies ist der erste Spielfilm über das Leben der Nenets, ein Volk an der nördlichsten Küste Russlands, gedreht in der Sprache der Tundra-Nomaden. Für das Drehbuch hat Anastasia Lapsui ihre eigenen Erfahrungen als Nenet-Frau mit überlieferten Legenden verwebt. Sieben Lieder, die zunächst gesungen und dann als narrative Miniaturen inszeniert werden, erzählen von alten Ritualen wie auch von Drangsalierungen durch die Sowjetkommissare. »So eindrucksvoll wie hier wird im Kino selten eine Landschaft evoziert: Das sind keine schönen, zurechtkomponierten Bilder von Schneelandschaften mit den Zelten der Nenets, sondern eher rohe, archaische Ansichten eines Mikrokosmos, der es den Menschen schwer macht, in ihm zu überleben... Bei all dem ist der Film aber alles andere als deprimierend, denn Lapsui und Lehmuskallio ist es gelungen, die spezifische Schönheit der Landschaft und den Charme dieser am Rand der Welt lebenden Menschen einzufangen.« (taz) | Mi 11.01., 19.30 | So 15.01. 17.30 |
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ATANARJUAT – DIE LEGENDE VOM SCHNELLEN LÄUFERRegie: Zacharias Kunuk | Buch: Paul Apak Angilirq | Kamera: Norman Cohn | mit Natar Ungalaaq, Pakkak Innukshuk, Sylvia Ivalu, Peter-Henry Arnatsiaq u.a. |
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Der Inuit-Regisseur Zacharias Kunuk erweckt mit seinem Debüt – dem ersten in der Inuktikutsprache gedrehten Spielfilm – eine Legende seiner Ahnen zum Leben. Mit gewaltiger Bildkraft erzählt er eine uralte Geschichte von Machtgier, Eifersucht, Hass und Rache in der arktischen Wildnis. ATANARJUAT ist ein außergewöhnlicher Film von betörender, visueller Schönheit: »In der ersten halben Stunde muss man sich einlassen auf die Farbe Weiß in all ihren Schattierungen – nicht nur die Eislandschaft ist weiß, auch die reich verzierte Lederkleider der Inuit, die Wolken am Himmel – ebenso auf die ruhige Art des Erzählens und des ungewohnten Weltbildes. Danach gewinnt der Film eine Eigendynamik und erzählerische Qualität, der man sich kaum entziehen kann.« (Filmdienst) | Mi 25.01. 20.00 | So 29.01. 19.45 | Mi 1.02. 20.00 |
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außerdem noch in dieser Reihe im Februar-Programm: MINIK| D 2005 | Regie: Axel Engstfeld |
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| Mi 11.2. 19.30
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Außerhalb des Mittwochskino: DER FLUG DES ADLERSINGENJÖR ANDRÉES LUFTFARDRegie: Jan Troell | mit Max von Sydow, Göran Stangertz, Sverre Anker Ousdal | Schweden 1982 | OmeU | 117 Min. | |
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Am 11. Juli 1897 startet Ingenieur Salomon August Andrée mit seinen beiden Begleitern Nils Strindberg und Nils Ekholm von Spitzbergen aus, um in einem Wasserstoff-Ballon zum Nordpol zu fahren. Doch wegen widriger Fallwinde muss der Ballon »Örnen« (»Adler«) alsbald Ballast abwerfen, er lässt sich nicht mehr steuern. 800 Kilometer vor dem Nordpol, mehr als 300 Kilometer vom Festland geht er nieder. Nach dreimonatiger Irrfahrt erreichen sie schließlich die unbewohnte Insel Kvitøya. Dort wollen sie den Winter verbringen – doch es wird ihr eisiges Grab. 33 Jahre später werden ihre teilweise von Eisbären angefressenen Überreste gefunden. Tagebücher und Fotografien zeugen von ihrem langen Leiden. DER FLUG DES ADLERS wurde 1983 als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert. | Fr 20.01., 21.30 | So 22.01., 19.30 |
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S.O.S. EISBERG| Regie und Buch: Arnold Fanck | Kamera: Richard Angst, Hans Schneeberger | Musik: Paul Dessau | mit Leni Riefenstahl, Gustav Diessl, Sepp Rist, Ernst Udet, Gibson Gowland |
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Ein Naturwissenschaftler unternimmt eine Grönlandexpedition, um einen Professor aufzuspüren, den er bei einer vorangegangenen Reise dort zurücklassen musste. Tatsächlich entdeckt man den Verschollenen in einer Eishöhle auf einem riesigen treibenden Eisberg. Hella, die Frau des Professors, versucht eine mutige Landung mit ihrem Flugzeug und verunglückt dabei. Kann es doch noch eine Rettung geben? »Wundervoll die Aufnahmen aus dem arktischen Meer, die Niederbrüche der kalbenden Eisberge. Unvergleichlich die grandiose Aufnahme eines Sturmes auf dem Eismeer, die ergreifendsten, packendsten Bilder, seitdem es eine Kinematographie gibt.« (Kinematograph) | Sa 14.01., 19.30 | Di 17.01., 15.00 Dienstagskino+ 21.30 |
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kino@freiburger-medienforum.de |
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