|
Zeitgleich mit dem Einsetzen des ersten Fünfjahresplans ließ
Stalin 1929 das Haus der Regierung bauen. Wie ein luxuriöser Überseedampfer
wurde der Gebäudekomplex mit immerhin fünfhundert Wohnungen
ausgestattet. Mit Kantine, Kino, Theater und vielerlei Läden bildete
das Haus am Ufer einen Kosmos für sich. Gegenüber dem Kreml
errichtet, getrennt durch die Moskwa, die doch nicht schützend dazwischen
lag, zogen hier auf Anweisung die verdienten Revolutionäre sowie
die Partei- und Staatselite ein.
Die Erinnerungen und Kommentare der Witwen und Nachkommen der ersten Einwohnergeneration
dieser Festung zeichnen anhand der Geschichte des Hauses eine sehr persönliche
Chronik des 20. Jahrhunderts. Die in Köln lebende Filmemacherin Christiane
Büchner sammelte über fünf Jahre Archivmaterial und interviewte
Zeitzeugen.
Mo., 11.07., 20.00 zu Gast: Christiane Büchner
|
|