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MittwochskinoFilme, Vorträge, Lesung zum deutschen Kolonialismus in AfrikaVom Gipfelsturm zum Busch - Krieg in der BlutbahnDie Imaginäre Eroberung Afrikas - Durch Deutsche Wissenschaften Referent: Alexander Honold (Literatur- und Kulturwissenschaftler, Universität Basel) anschließend der Film: Germanin – Die Geschichte einer Kolonialen Tat
Germanin – Die Geschichte einer Kolonialen Tat · Die Hottentotten Venus · Lesung: Christof Hamann: Fenster · Befreien sie Afrika
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GermaninDie Geschichte einer Kolonialen Tat| Regie: Max W. Kimmich nach dem gleichnamigen Roman von H. Unger | mit Luis Trenker, Lotte Koch, Peter Petersen u.a. | Deutschland 1942/43 | 95 Min. | |
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Im ersten Weltkrieg entwickelte der Bayer-Konzern ein Mittel, das gegen die Schlafkrankheit helfen sollte. Zunächst hieß es »Bayer 205«. Das Mittel wurde später in »Germanin« umbenannt und in den afrikanischen Kolonien erstmals 1921 an Menschen in Konzentrationslagern getestet. Während des Nationalsozialismus erschien eine ganze Reihe von Propagandawerken über die Erfindung des »Germanin«, allen voran Hellmuth Ungers gleichnamiger Roman von 1938. Dieser wurde 1942/43 von Max Wilhelm Kimmich verfilmt, einem Schwager des Propagandaminister Goebbels. | Mi 02.02., 20.00 Vortrag, anschl. Film |
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Die Hottentotten Venus( Das Leben der Sara Baartman )Regie: Zola Maseko| Frankreich 1998 | OmU | 52 Min. | |
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1810 wurde Saartjie Baartmann, eine junge Khoi-Frau, von Südafrika nach Europa gebracht. Als exotisches Wunder bestaunt, wurde sie als »Hottentotten-Venus« zur Zirkusattraktion von London bis Paris. Auch die wissenschaftlichen Kreise zeigten Interesse an dem fremden Körper: Nach ihrem Tod 1815 wurde Baartmans Körper seziert und noch bis 1976 im Pariser Musée de l'Homme ausgestellt. Neben der populären Schaulust geht der Dokumentarfilm der Rolle der Wissenschaft nach, die lange Zeit den gängigen Rassismus untermauert und legitimiert hat. | Do 03.02., 19.30 | Mi 09.02., 19.30 | Mi. 16.02., 19.30 |
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Lesung:Christof Hamann: »Fenster« |
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Christof Hamanns Roman »Fester«, 2003 im Steidl Verlag erschienen,
gliedert sich in drei eigenständige, chronologisch nicht aufeinander
aufbauende Teile, die in Polen, Namibia und den USA spielen und durch
die Hauptfigur Sebastian Fester eher lose miteinander verbunden sind.
In Polen sammelt Fester Material für eine Werbebroschüre über
ein kringelförmiges Gebäck namens Obwarzanki; in Namibia begleitet
er als Tourist seine Freundin Ruth, die so genannte „Bierreisen“
in die ehemalige deutsche Kolonie organisieren möchte, und in den
USA recherchiert er für eine Biographie über einen politisch
höchst fragwürdigen Autor von Gespenstergeschichten. Ungeachtet
der über den Globus verteilten Schauplätze steht im Vordergrund
des Romans jedoch nicht die Begegnung mit einer fremden Welt, für
die sich der auf sein jeweiliges Projekt konzentrierte Fester kaum interessiert.
Die innere Dynamik des Textes ergibt sich vielmehr daraus, dass Fester
in seinen opportunistischen Vorhaben immer wieder gestört wird durch
Figuren, die an die Verbrechen der deutschen Geschichte, so eben in Namibia
der Genozid an den Herero und Nama, und das unterschwellige Fortwesen
faschistoider Strukturen und Phantasien erinnern. | Fr 04.02., 20.00 in der Galerie |
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Befreien sie Afrika| Regie: Martin Baer | | Deutschland 1999 | 83 Min. | |
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Ein Film über den deutschen »Mythos Afrika«:
500 Ausschnitte aus Spielfilmen, Reportagen, Dokumentationen, Comics,
Werbespots, Musikvideos und Computerspielen illustrieren das deutsche
Afrikabild vom Zweiten Weltkrieg bis heute, darunter | Mi 23.02., 19.30 | Mi 02.03., 19.30 | In Zusammenarbeit mit dem
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kino@freiburger-medienforum.de |
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