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MittwochskinoFilme, Vorträge, Lesung zum deutschen Kolonialismus in Afrika.Im Jahr 2004 jährte sich zum hundertsten Mal der Beginn
des Kolonialkrieges, den das deutsche Kaiserreich zwischen 1904 und 1908
gegen die Herero und Nama im damaligen 'Deutsch-Südwestafrika' führte.
Wie die gesamte deutsche Kolonialgeschichte ist hierzulande auch dieser
erste deutsche Völkermord im öffentlichen Bewußtsein kaum
präsent – und das, obwohl damals Denkmuster, Argumentationsweisen
und Praktiken eingeübt wurden, die dann dreißig Jahre später
bei der Diskriminierung und Ermordung der europäischen Juden weiterentwickelt
wurden.
In Zusammenarbeit mit dem
Weisse Geister · Filme und Diskussion · Wir hatten eine Dora in Südwest · Germanin – Die Geschichte einer Kolonialen Tat · Die Hottentotten · Lesung: Christof Hamann: »Fenster«
MittwochskinoDer Kairos - Filmverleih stellt sich vorNovember Novembre · Le
Prix du Pardon
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Film und DiskussionWEISSE GEISTER( DER KOLONIALKRIEG GEGEN DIE HERERO )Regie: Martin Baer|
Deutschland 2004 | DF | 70 Min. | |
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Vor hundert Jahren führte das deutsche Kaiserreich
einen Vernichtungskrieg gegen die aufständischen Herero in »Deutsch-Südwest-Afrika«.
Wie wird auf beiden Seiten mit den Erinnerungen an dieses Kapitel der
Kolonialgeschichte umgegangen? Der deutsche Filmemacher Martin Baer begleitet
die Spurensuche des in Berlin lebenden Herero Israel Kaunatjike in dessen
namibische Heimat und wird dabei selbst zum Protagonisten: In beiden Biografien
zeigt sich die Verflechtung von deutscher und namibischer Geschichte.
Martin Baer kommt im Rahmen der Recherchen völlig unerwartet mit
der eigenen, familiären Vergangenheit in Berührung. Die Debatte
über finanzielle Entschädigung, die durch die Reparationsforderungen
der Herero People Reparations Corporation ausgelöst wurde, erhält
eine persönliche Dimension. | Mi 19.1., 19.30 | Fr 21.1., 19.30 in Anwesenheit des Regisseurs Martin Baer
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Filme und DiskussionFilmgeschichte als Kolonialgeschichte( Frühe Filme aus den Kolonien ) |
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Die deutschen Kolonien waren immer wieder Schauplatz für filmische
koloniale Reisebilder und Jagdfilme. Doch nur sehr wenige Filme sind bis
heute überliefert. Der Filmvortragsabend bietet die seltene Möglichkeit,
neben Bilddokumenten und Illustrationen aus der Kolonialfilmgeschichte
eine Auswahl von Filmen (1910 bis 1913) aus der deutschen Kolonialzeit
zu sehen und in einer abschließenden Diskussion zu analysieren.
| Mi 26.1., 19.30 |
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Wir hatten eine Dora in SüdwestRegie: Tink Diaz BRD 1991 | 70 Min. | |
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Der Dokumentarfilm greift einen bisher wenig beachteten, aber hochinteressanten
Aspekt der deutschen Kolonialgeschichte und ihrer Folgen auf. 1907 wird
der 'Deutschkoloniale Frauenbund' gegründet, mit dessen Hilfe u.a.
die »Zufuhr« von deutschen Bräuten an die Schutztruppen
und Siedler gefördert werden soll, um der vermeintlich drohenden
»Verkafferung der Männer in Deutsch Südwest und Deutsch
Ostafrika« entgegen zu wirken. Auch noch nach 1918, als Deutschland
gar keine Kolonien mehr hatte, vermittelt der Frauenbund noch ausreisewillige
junge Frauen als »Trägerinnen deutscher Zucht und Sitte«
nach Windhoek, Swakopmund oder Tanga. | So 30.1., 19.30 | Vortrag, Filme, Diskussion – Menschenversuche
in Afrika Vortrag im Kinosaal
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Vom Gipfelsturm zum Busch - Krieg in der Blutbahn( DIE IMAGINÄRE EROBERUNG AFRIKAS
Referent: Alexander Honold (Literatur- und Kulturwissenschaftler, Universität
Basel) |
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Im ersten Weltkrieg entwickelte der Bayer-Konzern ein Mittel, das gegen die Schlafkrankheit helfen sollte. Zunächst hieß es »Bayer 205«. Das Mittel wurde später in »Germanin« umbenannt und in den afrikanischen Kolonien erstmals 1921 an Menschen in Konzentrationslagern getestet. Während des Nationalsozialismus erschien eine ganze Reihe von Propagandawerken über die Erfindung des »Germanin«, allen voran Hellmuth Ungers gleichnamiger Roman von 1938. Dieser wurde 1942/43 von Max Wilhelm Kimmich verfilmt, einem Schwager des Propagandaminister Goebbels. | Mi 2. 2., 20.00 |
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Die HottentottenVenus( Das Leben der Sara Baartman )Regie: Zola Maseko| Frankreich 1998 | OmU | 52 Min. | |
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1810 wurde Saartjie Baartmann, eine junge Khoi-Frau, von
Südafrika nach Europa gebracht. Als exotisches Wunder bestaunt, wurde
sie als »Hottentotten-Venus« zur Zirkusattraktion von London
bis Paris. Auch die wissenschaftlichen Kreise zeigten Interesse an dem
fremden Körper: Nach ihrem Tod 1815 wurde Baartmans Körper seziert
und noch bis 1976 im Pariser Musée de l'Homme ausgestellt. Neben
der populären Schaulust geht der Dokumentarfilm der Rolle der Wissenschaft
nach, die lange Zeit den gängigen Rassismus untermauert und legitimiert
hat. | Do 3.2., 19.30 | Mi 9.2., 19.30 |
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Lesung:Christof Hamann: »Fenster« |
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Christof Hamann liest aus seinem neuen Roman »Fester«, der
2003 im Steidl Verlag erschien. Der auf unterschiedlichen Schauplätzen
spielende Roman reflektiert unter anderem die deutsche Kolonialgeschichte
Namibias. | Fr 4.2., 20.00 | Galerie Alter Wiehrebahnhof
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November NovembreRegie: Achero Mañas I mit Ó. Jaenada, I. Rubio, P. Lorena I Spanien 2004 I OmU I 104 Min. I |
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Madrid in den Neunzigern: Alfredo will Schauspieler werden. Die Schauspielschule verlässt der begabte, charismatische junge Mann jedoch schon bald wieder, um seine ganz eigene Art von Theater zu machen: freies, unabhängiges Straßentheater, engagiert und ohne Kompromisse. Voller Ideen und Ideale gründet er die Compagnie »Noviembre«, die mit ihren schrägen, provozierenden Stücken schon bald Aufsehen erregt, allerdings auch bei der Polizei. Ein Auftrittsverbot führt schließlich zur Zerreißprobe mit tragischen Folgen... Nach wahren Begebenheiten und mit tollen spanischen Nachwuchsdarstellern erzählte Story um junge Theaterrebellen, die unter die Haut geht – und ganz bestimmt nicht nur den Theaterfans. I So 2.1., 19.30 I Fr 7.1., 21.30 I
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Le Prix du PardonRegie und Buch: Mansour Sora Wade | Kamera: P.O. Larrieu | Musik: W. Diop, Y. Larrieu | mit G. Seck, R. Niang, H. Kounde, J. Campbell u.a. | Senegal 2001 | 90 Min. | OmU | |
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Die Lebu, ein kleines Fischervolk, leben an der südlichen Atlantikküste
des Senegal. Das Meer ist sozusagen alles, was sie zum Leben brauchen.
Doch seit langer Zeit schon liegt ein eigenartiger dichter Nebel über
dem Wasser, behindert die Fischer und bedroht so die Zukunft des Dorfes.
Die Gebete des Marabut, des im Sterben liegenden Wunderheilers, können
das Verhängnis nicht beseitigen. Erst sein Sohn Mbanik wagt es, sich
dem Fluch der Geister entgegenzustellen, und bringt die Sonne zurück
ins Dorf. Mit dieser Tat erobert er zugleich die Liebe der schönsten
Frau im Dorf, Maxoy, sehr zum Unwillen seines Freundes Yatma, der ebenfalls
in Maxoy verliebt ist. Regisseur Mansour Sora Wade und der Autor der Romanvorlage
Mbissane Ngom entstammen beide selbst der Gruppe der Lebu und schöpfen
aus der mündlichen Tradition ihrer Kultur. Ein Griot, ein afrikanischer
Geschichtenerzähler, führt in die Handlung ein, die auf einer
alten Legende beruht.
| Mi 05.01., 19.30 | So 09.01., 17.30 | Mi 12.01., 19.30
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