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MittwochskinoLandschaft und Musik der MongoleiDie Mongolei ist ein weites, dünn besiedeltes Land. Ihre 2,5 Millionen Einwohner leben auf einem Territorium, so groß wie Westeuropa, mit den südlichsten Taigalandschaften und nördlichsten Wüsten der Erde - endloses Grasland geht über in die karge Schönheit der Wüste Gobi. Wir präsentieren Filme, die die Weite und Schönheit der Landschaft und die von ihr geprägte Musik der Mongolen wiedergeben. Sie zeigen die Traditionen eines Nomadenvolkes, die in Konflikt mit der globalen Moderne immer weiter zurückgedrängt werden. Anläßlich unserer Reihe sind in der Galerie Alter Wiehrebahnhof Schwarzweißfotografien von Benjamin Krieg und die filmische Dokumentation eines internationalen Musikfestivals in der Wüste Gobi von Tobias Wulff zu sehen. Die Mongolei-Reihe wird im Juni mit dem Auftritt mongolischer Sänger im Alten Wiehrebahnhof fortgesetzt.
Genghis Blues · Taiga · Urga · Innen Aussen Mongolei · Lied von der Steppe Ebenfalls zum Thema Mongolei:
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Genghis BluesRegie, Buch & Schnitt: Roko Belic; Kamera: R. u. Adrian Belic; Musikaufnahmen: Lemon DeGeorge | ||||
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Der blinde Bluesmusiker Paul Pena entdeckt 1984 das tuvanische Obertonsingen durch Zufall auf einem Kurzwellenprogramm von Radio Moskau. Mehrere Stimmen ertönen aus einem einzigen Sänger. Der Klang packt Pena (der schon mit sämtlichen Bluesgrößen der USA auf der Bühne stand) mehr als alles, was er je zuvor gehört hat. Neun Jahre arbeitet er daran, ähnliche Obertöne zu erzeugen und Oberton in seine Blues-Musik zu integrieren. Kongar-ol Ondar, ein Meister dieses Gesangs, lädt ihn zum Obertongesang-Wettbewerb nach Tuva ein - ein Land, irgendwo zwischen Sibirien und der Mongolei, das für Jahrhunderte geographisch, politisch und kulturell isoliert war. 1995 bereist Paul Pena Tuva und nimmt als erster US-Amerikaner an diesem ungewöhnlichen Wettbewerb teil. Die beiden Filmemacher Roko und Adrian Belic begleiten ihn auf dieser Reise. "GENGHIS BLUES hat alles, was eine gute Dokumentation haben sollte - eine faszinierende Story, einen einzigartigen Schauplatz und die beste Musik, die ich ja seit The harder they come im Film gehört habe." (Culturevulture) Mi., 4.2., 19.30 / Fr., 6.2., 21.30
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TaigaRegie, Buch & Kamera: Ulrike Ottinger; Schnitt: Bettina Böhler |
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TAIGA beschreibt eine Reise zu den Yak- und Rentier-Nomaden im nördlichen Teil der Mongolei. Der Film führt uns in die Weite des von Schneebergen bekrönten Hochtales. Überall treffen wir auf animistische Opferstätten mit Stofffetzen und heilige Bäume mit Pferdeschädeln. Die Schamanen sind hier noch mächtig und begleiten ihre Schutzbefohlenen nicht nur bei Krankheit oder ins Herbst- und Sommerlager, sondern auch ins moderne Leben. Die Dramaturgie folgt nicht allein der Reise zu den beiden Völkern, sondern mit ihrer Hilfe auch der Reise zu ihrer eigenen Geschichte. In stolzen Selbstinszenierungen präsentieren sie sich während ihres Alltags, während ihrer Feste, ihrer religiösen Riten. Und sie erzählen, wie es früher war, was verloren gegangen oder vergessen ist, was sich verändert hat. Teil I: Mi., 3.3., 19.30 / Mi., 10.3. 19.30 Teil II: So.,7.3., 19.30 / So., 14.3., 19.30
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UrgaRegie: Nikita Michalkow; Buch: N. Michalkow & Roustam Ibraguimbeskow, nach einer Idee v. Michalkow; Kamera: Vilenn Kaluta; mit Badema, Bayertu, Wladimir Gostjukin u.a. |
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URGA ist eine Liebeserklärung an die Landschaft der Mongolei. Der Film benötigt keine Stars, seine Attraktionen sind die weiten Ebenen und Steppen. Und die hat Kameramann Vilenn Kaluta in einer Folge von unbeschreiblich schönen Bildern festgehalten. Fernab der sogenannten Zivilisation lebt der mongolische Hirte Gombo mit seiner Frau Pagma und seinen drei Kindern in einer Jurte inmitten des Gräsermeeres. Kontakte zur Außenwelt sind spärlich und entwickeln sich meist zufällig, wie zum Beispiel die Freundschaft mit dem russischen Arbeiter Sergeij, der mit seinem LKW eine Panne hat und von Gombos Familie fürsorglich aufgenommen wird. Eines Tages überredet Pagma ihren Mann, in die Stadt zu gehen, um Präservative zu kaufen, um aufgrund einer bestimmten Regierungsanordnung die Geburt eines vierten Kindes zu verhindern. Gombo erliegt den Verlockungen des Konsums und kehrt in die ‘Wildnis‘ zurück - mit einem Fernseher und einem Fahrrad, statt mit Kondomen. Kraftvoll, poetisch, verspielt, humorvoll und auch ein wenig tragisch - Michalkow gelingt es, all diese Stimmungen in seinem Film zu treffen. URGA erhielt auf den Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen. Mi., 18.2., 19.30 / Fr., 20.2., 21.30 / Sa., 21.2., 21.30
Vorfilm: Innen Aussen MongoleiRegie/Buch/Kamera: Sebastian Winkels
Schnitt: Valerié Smith, Musik: Stephan Froleyks Ein Essay ohne Worte aus dem Inneren der Mongolei. Parallele Welten kollidieren wie Dominosteine. Fremde Augen entdecken ein Land, das zurückschaut.
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Lied von der SteppeRealisation: Michael Schindhelm & Jörg Jeshel |
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Die Mongolei ist eines der letzten großen Geheimnisse. Aus der Mitte Zentralasiens brach vor 800 Jahren Dschingis Khan auf, um das größte Weltreich aller Zeiten zu erobern. Die Steppe hat sich alle Zeugnisse dieser mittelalterlichen multikulturellen Zivilisation zurückgeholt. Durch die Gesänge der Nomaden, durch Steppenlied und Obertongesang, verlaufen die letzten Spuren dieser verschollenen Kultur. Gemeinsam mit Kameramann Jörg Jeshel habe ich mich in der südlichen Wüste Gobi auf die Suche nach ihnen gemacht. Nur in Tänzen, Ringer-, Bogen- und Reiterwettkämpfen erinnern sich die Mongolen ihrer alten Kultur. Und in ihren Liedern. Seit 1999 wird im Juni auf Einladung des Festivals Roaring Hoofs die Wüste Gobi zu einem Konzertsaal. In dieser kurzen Periode erträglicher Temperaturen (tagsüber bis 40 Grad Celsius, nachts knapp unter Null Grad) treffen sich hier Musiker aus Westeuropa und Amerika, vom Kaukasus, aus Peking, vor allem aber aus Zentralasien: aus den kirgischen Schluchten des Tien Tschan und der Mongolei. Für ein paar Tage beseelen sich die Gobi mit ihren Stimmen und denen ihrer Instrumente. (Michael Schindhelm) Mi., 25.2. 19.30 / So., 29.2., 17.30 Weitere Vorführung im Theater Freiburg. Fr., 13.2., 20.00 Kleines Haus
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Fotoausstellung: Bilder der MongoleiSeit 1999 findet in der Mongolei einmal jährlich das ROARING HOOFS Festival statt. Das Konzept dieses vom Freiburger Musikhochschullehrer Bernhard Wulff organisierten Festivals ist die Verbindung der zeitgenössischen Musik verschiedener Länder mit der traditionellen mongolischen Volksmusik. Im Jahre 2000 reiste Benjamin Krieg eine Woche lang mit den Musikern durch die Mongolei und sammelte fotografische Eindrücke von Festival und Land. Im Rahmen unseres Schwerpunktes "Landschaft und Musik der Mongolei" stellen wir vom 31.1. bis 14. März seine Schwarzweißfotografien in der Galerie Alter Wiehrebahnhof aus. Benjamin Krieg, der `77 in Freiburg geboren wurde, lebt seit `99 in Berlin, wo er an der Freien Universität Kommunikations- und Filmwissenschaft studiert. Von dort aus arbeitet er als Freier Fotograf und seine Bilder wurden bereits im Rahmen verschiedener Sammel- und Einzelausstellungen in Deutschland, Österreich und Russland gezeigt. In den letzten Jahren befasste er sich außerdem als Kameramann eines Spielfilmes und mehrere Kurzfilme auch zunehmend mit der Gestaltung bewegter Bilder. |
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