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Film des Monats
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Chen Mo steht auf dem Dach und schließt Daumen und Zeigefinger zum Kreis. So kann er die Sonne einfangen. Eine trübe Sonne über der dunstigen Stadt, aber doch: die Sonne. Chen Mo ist einer von Millionen Bauern, die wegen der chinesischen Reformpolitik ihre Arbeit verloren haben und sich nun in der Stadt als Tagelöhner verdingen. Er arbeitet als illegaler Blumenverkäufer, immer auf der Flucht vor der Polizei. Oder als Bierlieferant. Auch Meiting schlägt sich alleine durch. Eigentlich sollte sie es besser haben. Als Kind wurde sie von den Eltern, die während der Kulturrevolution zur Umerziehung aufs Land umgesiedelt worden waren, zurück in die Stadt geschickt. Aber bei der Verwandtschaft stört sie nur. Nun muss sie sehen, wie sie zurechtkommt. Immerhin findet sie Arbeit in einem Friseurladen; andere gehen auf den Strich. "Die beiden bleiben zusammen und versuchen, ein glückliches Familienleben zu führen. Das will ich betonen. Sie glauben, dass die Liebe des Vaters, der Mutter das echteste, das verlässlichste Gefühl der Welt ist. Die Geschichte verläuft geradlinig. Es ging mir darum, wahre Gefühle zu zeigen, die in der Einfachheit des wirklichen Lebens entstehen. Um dies zu erreichen, drehten wir ausschließlich an Originalschauplätzen, ohne künstliches Licht und mit Direktton. Unverfälschte Bilder und Töne sind mir besonders wichtig." (Liu Hao) Do., 20.3., 19.30 / Fr., 21.3., 21.30 / Sa., 22.3., 19.30 / So., 23.3., 17.30 / Di., 25.3., 19.30 / Mi., 26.3., 21.30 / So., 30.3., 21.30 |
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