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Film des Monats
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Eine 15-jährige, verschlossen und einsam bis ins Autistische. Das Bild Ritas bleibt nachhaltig im Gedächtnis haften: ihre trotzige Miene, ihre resignierten Gesten, die wenigen Momente des ausgelassenen Herumtollens, ihr zu dick aufgetragener blauer Lidschatten. Sie spricht wenig, und wenn, dann Satzfragmente im Tonfall müder Monotonie. Es hört sowieso niemand zu. Der Enge und Kälte ihres Spießer-Elternhauses will sie entkommen. Sie tastet sich neugierig und unbeholfen an ihre ersten sexuellen Erfahrungen heran, die ebenso peinlich oder katastrophisch oder klanglos enden wie ihre Fluchtversuche. Die Eltern, mit denen sie in einem gesichtslosen Einfamilienhaus am Rande Wiens lebt, sind wie nicht vorhanden, nur in Alltagsritualen zugegen. Für die Mitschülerinnen am katholischen Gymnasium ist sie eine Außenseiterin, die belächelt, heuchlerisch bemitleidet und verspottet wird.
Als Porträt einer abgrundtiefen Einsamkeit ist LOVELY RITA, das Spielfilmdebüt der in Berlin lebenden Österreicherin Jessica Hausner, faszinierend und überzeugend. Selten wurde das seelische Niemandsland einer 15-Jährigen so eindringlich geschildert. Do., 18.7., 20.00 / Fr., 19.7., 22.00 / Sa., 20.7., 20.00 / So., 21.7., 18.00 / Di., 23.7. 20.00 / Mi., 24.7., 22.00 |
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