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Juni 2002Japanische Avantgarde · Les soviets plus l´électricité
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Japanische AvantgardeIn diesem Programm stellen wir zwei der wichtigsten japanischen Avantgarde Filmemacher als Vertreter verschiedener Generationen vor. |
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Takahiko IimuraIimura ist einer der bekanntesten Pioniere des japanischen Avantgarde Filmes. Seine Nähe zu Vertretern des New American Cinema und den Fluxus Künstlern beeinflussen auf vielfältige Weise seine Werke. Zu sehen ist eine Mixtur aus japanischer Tradition und westlicher Moderne.
Takashi ItoIto gehört heute zu den führenden Filmavantgardisten Japans und zu den ganz wenigen, die im Zeitalter von Video, DVD und Digital Video sich unermüdlich mit den künstlerischen Möglichkeiten des Filmsmaterials beschäftigen. Seine Arbeiten werden regelmäßig auf Filmfestivals und in Retrospektiven auf der ganzen Welt gezeigt. Seine frühen Filme aus den 80er Jahren folgen oft strengen mathematischen Mustern. Die damit erzeugten Bewegungen sind reine Illusion und ein Resultat unserer Wahrnehmung. Seit den 90er Jahren hat er einen freieren Umgang mit Bildern. Collageartig bedient er sich verschiedener Quellen und verquickt Erinnerungen, Sehnsüchte und Fantasiewelten. Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck beim Betrachter.
Di., 2.7., 20.00 & So., 7.7., 22.00 |
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Les soviets plus l´électricité(Sowjetmacht plus Elektrifizierung)Regie/Kamera/Schnitt: Nicolas Rey |
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Eine Kinoreise in drei Etappen quer durch Russland bis nach Magadan (Sibirien), jener fernen, legendären Stadt in der ehemaligen Sowjetunion, die 1941 gegründet wurde, damit Arbeitskräfte des Gulags von hier die Goldminen der Region ausbeuten konnten. Ausgehend von Fragmenten seines akustischen Tagebuchs, dokumentarischen Aufnahmen und einigen unterwegs gewonnenen autobiografischen Erkenntnissen, versucht Nicolas Rey seiner imaginierten Herkunft auf den Grund zu gehen. Nicolas Rey: "Für den größten Teil der Reise ist die Zeit des Films ,aus den Fugen’, wie Shakespeare sagt, und der Zuschauer kommt, genau wie der Filmreisende, nur im Wechselschnitt voran. Es liegt an ihm, die Leerstellen oder vielmehr die Tunnel auszufüllen, ich verschanze mich hinter der Rolle des Regisseurs. Warum ihm also nicht einen Großteil der Arbeit anvertrauen? Umso besser, wenn das den Film irritierend macht... Vom Zeitpunkt der Abreise an fordert mein Film vom Zuschauer, mit mir bis ans Ende der Welt zu fahren. Das ist viel verlangt: Immerhin weiß man nicht, was kommt. Ich bin mir dessen bewusst und will wohl glauben, dass mehr als einer sich davon abschrecken lassen wird. Aber jene, die das Spiel des Films mitspielen wollen, die Hartnäckigsten, werden durch Wahrnehmungen belohnt, die, so hoffe ich, neu für sie sind. Dafür werden keine wirklichen Vorkenntnisse vorausgesetzt, sondern nur der Wunsch, Augen und Ohren ohne jegliche Vorurteile zu benutzen. Di., 30.7., 20.30 |
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