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Kino der Attraktionen |
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Die Entstehung der ersten Filme wird gern als Flegeljahre umschrieben. Dabei waren die "lebenden Photographien" keineswegs nur Vorläufer oder Kostproben des neuen Mediums. Und sie waren nicht ausschließlich komisch. Die ersten Programme ersetzten in den deutschen Varietés die "Rausschmeißer-Nummern" und avancierten zum emotionalen Finale. Bald schon gab es eine standardisierte Nummernabfolge: von belehrend über "schmissig" bis derb witzig. Die einzelnen Beiträge, auch "Sujets" oder "Films" genannt, waren nicht länger als drei bis vier Minuten. In den schlauchförmigen Ladenkinos durfte geraucht und Bier getrunken werden. Es gab keine Anfangszeiten, hereingelassen wurde jederzeit. Sobald ein Programm abgelaufen war, wurde nachkassiert. Das Filmmuseum Berlin hat mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung aus seinen Beständen ein Filmprogramm zusammengestellt, dass um 1910 in deutschen Kinos hätte gelaufen sein können. Mo., 3.6., 20:00 |
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