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Film des Monats
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Eine Gruppe von Lehrern bricht auf, um der Bevölkerung im kurdischen Berggebiet an der iranisch-irakischen Grenze Lesen und Schreiben beizubringen. Ihre Wandtafeln tragen sie auf dem Rücken. Doch die nomadisierenden Bergler zeigen wenig Interesse, zu hart ist der tägliche Überlebenskampf, der mehr körperliche Ausdauer als Schulweisheit verlangt. Zwei Lehrer, Said und Reboir, brechen auf und durchstreifen auf eigene Faust die ockerfarbene Gebirgslandschaft. Reboir trifft Kinder, die gestohlene Waren über die Grenze in den Irak schmuggeln. Und Said stößt auf einen Treck älterer kurdischer Männer, die von einer jungen Frau mit Kind begleitet werden. Müde und hungrig suchen sie einen Weg über die Grenze in ihre Heimat, aus der sie vor Jahren von der irakischen Armee vertrieben wurden. Einer der Alten fürchtet zu sterben, bevor er die junge Frau, seine Tochter Halaleh, verheiratet hat. Said verliebt sich in Halaleh, aber er hat als Hochzeitsgeschenk nichts anzubieten als eine große schwarze Tafel. "Ich liebe dich", hat er darauf geschrieben, aber Halaleh will Saids romantische Anwandlung nicht nachbuchstabieren. Das Leben hat sie anderes gelehrt. Am Ende wandert die schwarze Tafel auf ihrem Rücken in ihre unbestimmte Zukunft. Nach DER APFEL ist SCHWARZE TAFELN der zweite Spielfilm der 20 jährigen Samira Makhmalbaf (Tochter von Mohsen Makhmalbaf) und ein weiteres Meisterwerk des jungen, humanistischen und politisch engagierten Kinos aus dem Iran. Beim Festival von Cannes 2000 errang SCHWARZE TAFELN den Prix du Jury und wurde zum bislang erfolgreichsten iranischen Film in den französischen Kinos. Mi., 17.4., 20:00 / Fr., 19.4., 22:00 / Sa., 20.4., 20:00 / So., 21.4., 18:00 / Di., 23.4., 20:00 |
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