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Ein Abend mit Fred Marx, USAFred Marx begann seinen filmischen Werdegang in den 70er Jahren als Kritiker, Verleiher und Kurator, bevor er selbst begann, Filme zu drehen. Inzwischen erhielt er Nominierungen für Oscar und Emmy, die Ernennung zum Chicago Tribune Artist of the Year 1994, ein Guggenheim-Stipendium und einen "Robert F. Kennedy Special Achievement Award". Die Erfahrungen, die er als Sohn deutscher Emigranten und bei zahlreichen Auslandsaufenthalten (darunter mehrere Jahre hier in Freiburg) machte, die Erfahrung der Entwurzelung, fand stets Eingang in sein filmisches Schaffen.
Das Material, das Marx für HOUSE OF UNAMERICAN ACTIVITIES (1983) verwendete, besteht aus Fotos, Home Movies, Found Footage und Videointerviews mit seiner Mutter. Entstanden ist ein experimenteller Dokumentarfilm über den Vater, der 1939 als Jude aus Nazideutschland flüchten mußte und 1956 als Mitglied der Kommunistischen Partei vom "House of Unamerican Activities" verfolgt wurde. Ein "Meisterwerk des Kompilationsfilms" nannte Alf Bold den Film DREAM DOCUMENTARY (1985): "1929/30 komponierte Arnold Schönberg seine 'Begleitmusik für eine Lichtspielscene' op. 34, Musik für einen imaginären Film, der er die Untertitel 'Drohende Gefahr Angst Katastrophe' beigibt. Mehr als 50 Jahre später scheint Marx so etwas wie die Verfilmung der Stimmung geliefert zu haben." (Bold). Das Super8-, Dia- und 16mm-Material, das Marx in DREAMS FROM CHINA (1989) verwendete, entstand während seines China-Aufenthaltes zwischen 1983 und 1985. Der Film ist eine persönliche Konfrontation mit den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen Chinas. Mit HIDING OUT FOR HEAVEN (1990) drehte Marx einen ironischen Beitrag zum Geschlechterdiskurs: Die zweigeteilte Leinwand zeigt in schwarzweißen Aufnahmen einen Mann, der die Kurzgeschichte eines jungen Autors liest und korrigiert, und in farbigen Bildern seine in der Küche hantierende Freundin. Di. 13.11., 20.00 in Anwesenheit des Regisseurs
Ein Abend mit Fred Marx II
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BROCKOLYBRD 1985; 6 Min./ Found FootageBrocken von Brooklyn, New York, Chicago und sonstwo ... KULIBRD 1987; 3 Min./ Found FootageDer Kameraausschuss einer Fortsetzungsserie mit Hans-Joachim Kuhlenkampff, gerettet vor dem Müllcontainer von einer verzweifelten Cutterassistentin. SCHÖNE ALTE WELTD 2000; 15 Min.Found Footage; Musik: Andreas Völker EDV im Betrieb anno 1970: Univac 9300-Ungetüme sortieren Berge von Lochkarten und definieren die Programmabläufe zwischen Weiß-, Grau- und Blaukitteln. Der Begriff Operator gilt als höchste Offenbarung auf dem Weg zum Programmierer. Nur die Lehrlinge erscheinen noch nicht ganz im Banne der elektronischen Kolosse. Was ist archaisch? |
SPEND YOUR TIMEBRD 1989; 14 Min./ Found FootageErst der Ton, dann das Bild. Zu hören sind Mitschnitte der Radio-Musikwunschsendung 'Juke Box' als fragmentale Soundkulisse, der Out -Takes eines TV-Mehrteilers zugespielt werden. GARNITD 1990; 3 Min. (Teil des Episodenfilms "15 x 3")In den 80er Jahren waren Natursteinverkleidungen das äußere Kennzeichen der Neugestaltung des Frankfurter Stadtbildes. In einer strengen Bildsegmentierung zeigt der Film die zahllosen Spielarten des Granits zwischen alt und neu. AUSZUGD 1992; 13 Min., nach Textausz&u uml;gen von Alfred Kubins Roman 'Die andere Seite'Kamera: Axel Schäffler Ein deutsches Ehepaar reist nach Samarkand, aber nur in der Sprache des Mannes. Im Film kommen sie nicht vom Fleck. |
Di., 27.11., 20.00 in Anwesenheit der Filmemacherin
HEIDENGELDRegie & Buch: Dagmar Kamlah; Kamera: Axel Schäffler; mit Ines Bari´c, René Schack, Michaela Ehinger, Lukas Scheja |
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Fünf junge Menschen in Frankfurt/Main. Dimanche, schön und erfolgreich, erforscht in störrischer Selbstverzehrung die grundlegenden Lebensmittel. Ihr Freund Foufou, der arme Student, allein gelassen, begegnet einer Millionärin, die mit dem Strukturalismus und den Ursprüngen des Reichtums vertraut ist. Gemeinsam entdecken sie die globale Opfermentalität. Penny, ohne Job und ohne Geld, beobachtet alles und träumt - von einem Mann, der kein Geld hat, aber findet vor der Börse Urban, der genug hat. Ganz ohne Theorie versteht Penny, worum sich alles dreht - mit Hilfe eines Kreisels. "Dass alles mit allem zusammenhängt, dass der Kreislauf des Geldes keinen vergisst, dass er aber schon in der Kinderstube beim Kreiselspielen gelernt wird und sich von dort direkt auf den Börsenplatz der Stadt Frankfurt begibt, ist nur ein Ergebnis dieser ironisch-unterhaltsamen Film-Feldforschung, die mit dem Hessischen Filmpreis 1996 belohnt wurde." (FR 1997) Do., 29.11., 20.00 in Anwesenheit der Filmemacherin / Sa., 1.12., 18.00Sa., 1.12., 16.00 / So., 2.12., 16.00 |
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