![]() |
|
Mittwochskino: Neues brasilianisches KinoSanto Forte · O baile perfumado · Ed Mort · Os Matadores In Zusammenarbeit mit der
|
||||
Santo ForteRegie: Eduardo Coutinho |
||||
|
Dem Film SANTO FORTE liegt der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Rio de Janeiro zugrunde. Couthinho besuchte zu diesem Zeitpunkt mit seinem Team eine Favela (Slum) in Rio de Janeiro, um dort die Bewohner über deren Einstellung zu Religion, spiritistischen Sitzungen und religiösen Riten zu befragen. Auf diese Weise entsteht, aufgrund der lebhaften Schilderung unterschiedlicher Personen, wie z.B. der greisen Theresa, der Stripteasetänzerin Carla und des Umbanda-Priesters Braulino, eine Odyssee sowohl durch das Christentum als auch durch die Götter und Geister der Religionen Umbanda und Candomblé. Das Konglomerat aus Religionen scheint im harten (Über-) Lebenskampf der Brasilianer eine der wirksamsten spirituellen Kraftquellen zu sein. Mi., 4.7., 20.00
|
||||
O baile perfumadoRegie: Paulo Caldas, Lírio Ferreira; Musik: Fred 04, Sérgio Siba Veloso; mit Duda Mamberti, Juis Vasconelos, Trusdade |
||||
|
Die Cangaceiros, die Gesetzlosen aus der Steppe des Nordosten, gehören seit der Frühzeit der brasilianischen Kinematografie zum Ensemble der Filmgestalten. In der Renaissance des brasilianischen Kinos der 90er Jahre wurden sie wiederentdeckt, z.B. von den beiden jungen Filmemachern Paulo Caldas und Lírio Ferreira in ihrem Erstlingsfilm O BAILE PERFUMADO. Sie erzählen jedoch nicht einfach eine der vielen Legenden, sondern begeben sich auf die Spurensuche der wahren Geschichte jenes Fotografen, dem es in den 30er Jahren gelungen war, Lampiao, den legendärsten Banditenführer, in seinem Lager aufzuspüren (dies war zuvor nicht einmal der Armee möglich) und außerdem zu überreden, einen Dokumentarfilm über sein Leben und seine Aktionen zu drehen. Paulo Caldas und Lírio Ferreira haben dieses Abenteuer in ihrem erfrischenden und erhellenden Debut rekonstruiert. Mi., 11.7., 20.00
|
||||
Ed MortRegie: Alain Fresnot; Buch: José Rubens Cachá, A. Fresnot; Kamera: Pedro Farkas; mit Paulo Betti, Cláudia Abreu, Ot´vio Augusto, Roseane Lima u.a. |
||||
|
Eine bekannte Comicstrip-Figur, die zu einer etwas abgehalfterten Kriminalfilm-Gestalt wird: Ed Mort, aus Versorgungsgründen Privatdetektiv. Er wird von Silvia angeheuert, um ihren Ehemann aufzuspüren, und befindet sich plötzlich mitten in einer Suche nach vermißten Kindern, in einer Kidnapping-Operation, an deren Spitze Nogueira, ein mächtiger Industrieller steht. Da Ed ein Fachmann für die Komplizierung von Fällen ist, verliebt er sich in Silvias Tochter, und ein witzig-turbulentes Beziehungsgeflecht entspinnt sich... "Im Werk von Luis Fernando Verissimo erscheint Ed Mort als eine Satire auf die nordamerikanischen Detektivgestalten der 50er Jahre. Ich wollte aber lieber einen Gegenwartsfilm machen, habe ED MORT deshalb in das Brasilien von heute versetzt und zu einem Typ gemacht, der von Gelegenheitsjobs lebt. Geblieben ist der ätzende Humor von Verissimos Figur." (Alain Fresnot) Mi., 18.7., 20.00
|
||||
Os MatadoresBelly upRegie: Beto Brant; mit Chico Diaz, Maria Padilha, Murilo Benicio, Wolney de Assis |
||||
|
Mit Hilfe von dramatischen Flash-backs projiziert der Film einen modernen Aspekt in eine ländliche Umgebung, wo Waffen und Gewalt das Gesetz diktieren. In einer Straßenbar, irgendwo in einer Grenzstadt zwischen Brasilien und Paraguay, warten zwei Killer auf die zu eliminierende Person. Der eine, ein junger und temperamentvoller Autodieb namens Toninho: der andere, ein old-style Revolverheld und Veteran mit einem eigenen Verständnis von Ethik. Während sie auf ihr Oper warten, erzählen sie sich Geschichten über den populärsten Killer der Region und dessen Verwicklung mit der Frau eines mächtigen Großgrundbesitzers. Mi., 25.7., 20.00/ Sa., 28.7., 18.00 |
||||
kino@freiburger-medienforum.de |
Zurück zur |