![]() |
|
|
|
Rafal Wojaczek galt als der polnische Rimbaud, ein zorniger, selbstzerstörerischer junger Dichter, der sich mit 26 Jahren das Leben nahm. Seine Jugend fiel auf die 60er Jahre, seine Dichtung zeugt von dem Elend dieser Epoche: "In dem Bewußtsein, daß Menschen in verworrenen Zeiten leben, einen Mythos brauchen, fütterte Wojaczek seine Legende mit der trivialen Realität des sozialistischen Polen." Die Zusammenarbeit mehrerer polnischer Dichter führte zur Entstehung von Lech Majewskis ungewöhnlich intensivem Porträt. Der Zuschauer taucht in diesen Film ein, als hätte er einen Sprung in die 60er Jahre gemacht. Wojaczek - im langen Kaftan, eine Zigarette im Mund, mit den Händen wild gestikulierend, auf eine besondere Art aus kleinen Gläsern Wodka trinkend - hat etwas von einem Kinohelden jener Zeit. Er ist ein Außenseiter, der am Rande der Realität balanciert, als wolle er jeden Augenblick abspringen.
Do., 15.2. 20.00 / Fr., 16.2., 22.15 / Sa., 17.2., 20.00 / So., 18.2., 18.00 / Di., 20.2., 20.00 / Mi., 21.2., 22.00 |
kino@freiburger-medienforum.de |
Zurück zur |